WSC-Frauen sind Deutsche Vizemeisterinnen

Dormagen, 03. Oktober 2023   Die Kajakdamenmannschaft vom WSC Bayer Dormagen mit Anna Faber, Marie Gottowick und Liv Konrad holte am Wochenende im Kanupark Markkleeberg mit einer starken Mannschaftsleistung die Silbermedaille im Kajak-Teamwettbewerb.

Hinter den drei Plochmann-Sisters aus Fürth konnten sie sich gegenüber dem Heimteam aus Leipzig mit Weltmeisterin Andrea Herzog und den Mannschaften aus Augsburg behaupten. Als reines WSC-Team setzten sie sich auch vor die Renngemeinschaft aus NRW, die Dritte wurde. Gut vorbereitet und taktisch optimal eingestellt von Trainer Rolf Pohlen tanzten sie mit ihren Kajaks durch die Wellen, Walzen und Tore und meisterten jede technische Herausforderung. Am Ende war die gemeinsame Freude über die gewonnenen Medaillen groß, die von der Sportklasse der Grundschule 5 liebevoll gestaltet und mit überreicht wurden.

Im Einzelwettkampf der Kajak Leistungsklasse lief es bei Faber ebenfalls hervorragend. Als Dritte qualifizierte sie sich für das Halbfinale und zeigte hier eine erstklassige Leistung. Trotz 4 Strafsekunden wegen Torberührung setzte sie sich an die Spitze der Top Ten. Im Finale ging sie dann als Letzte ins Rennen, nachdem die vor ihr startende Emilie Apel bereits eine Traumzeit vorgelegt hatte. Faber gelang es nicht, ihre Bestleistung nochmal abzurufen. Im Rennverlauf schlichen sich wiederholt kleine Fehler ein, sodass es am Ende nur für Platz 8 reichte. Deutsche Meisterin wurde die Augsburgerin Emelie Apel vor Plochmann und Franke, ebenfalls aus Augsburg. „Es hat mir großen Spaß gemacht, wieder an einem stark besetzten Wettkampf teilzunehmen und ich habe auch zweimal gezeigt, was ich kann. Schade, dass es dann im letzten Lauf nicht mehr geklappt hat“, resümierte Faber ihr Ergebnis.

Auch Marten Konrad schloss bei den Kajak-Junioren das Qualifikationsrennen mit Rang drei ab und lag im Halbfinale nach der Hälfte der Strecke ebenfalls auf Top-Ten-Kurs. Doch dann blieb er in der Walze zwischen Tor 19 und 20 hängen, musste neu anfahren und sogar eskimotieren. Das zeit- und kraftraubende Manöver warf ihn auf Platz 18 zurück und verhinderte die Finalteilnahme. Im Vorjahr war Konrad noch mit dem Juniorenteam Vizeeuropameister geworden und als Fünfter im Einzel bester Deutscher. In dieser Saison war er jedoch immer wieder vom Pech verfolgt, von Krankheit geschwächt und musste im Sommer sogar mehrere Wochen pausieren, sodass er an wichtigen Rennen zum Deutschlandcup nicht teilnehmen konnte. Bei Saisonbeginn verpasste er als Vierter in seinem letzten Juniorenjahr den Einzug ins A-Team, dem er die letzten zwei Jahre angehörte.

Trotz seines unzweifelhaft großen Talents wurde er aber nun wegen Mangel an nachweisbaren Erfolgen aus dem Kader geworfen, womit sein sportliches Weiterkommen ausgebremst wurde. Auch das geplante Studium in Augsburg steht nun in Frage. Diese harte Entscheidung der DKV-Verantwortlichen ist schwer nachvollziehbar, da auch der Deutsche Kanuslalom auf Ausnahmeathleten wie Konrad nicht verzichten und ihnen der Wechsel nach Augsburg ermöglichen sollte. In NRW fehlen die notwendigen Trainingsstrecken und die letzte WM in London, bei der der DKV keine einzige Medaille erringen konnte, hat gezeigt, dass es neue Talente dringend braucht.

Gottowick, die neben Faber auch im Einzel startete, gelang im zweiten Qualifikationsrennen mit Platz 1 ebenfalls der Einzug ins Halbfinale. Dort erkämpfte sie sich Rang 14. Jeffrey Piontek wurde bei den Kanadier-Herren Siebzehnter. Mit einer NRW-Renngemeinschaft erreichte Konrad im Juniorenteam Platz 7.

Fotos WSC und hier mehr davon:

https://photos.app.goo.gl/QxkeMD3RFF5weiQs9

Geschrieben von:  E. Faber

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