Dormagen, 17. März 2024 Marten Konrad sammelte bei zwei Weltranglistenrennen (von insgesamt acht), die den Auftakt zum ECA Open Canoe Slalom European Cup bildeten, erste wichtige Wettkampferfahrung für die Saison 2024 im Kanuslalom.
Am ersten Wochenende in Seu d’Urgell mit starker heimischer Konkurrenz hatte er noch mit den schwierigen klimatischen und technischen Bedingungen zu kämpfen. Im Vorlauf fuhr er unter 92 Teilnehmern auf Rang 33, kassierte aber im B-Finale (das A-Finale bestritten die Top Ten) 50 Strafsekunden und kam am Ende auf Platz 62. Besser lief es dann am darauffolgenden Wochenende auf der französischen Seite der Pyrenäen in Pau. Im riesigen Starterfeld von 122 Teilnehmern wurde er im Vorlauf Achtundzwanzigster und im B-Finale Zwanzigster.
Tägliches Training im Kraftraum, auf dem Rhein und auf der Erft - im Winter! Kanuslalom ist nichts für Warmduscher – dies gilt ganz besonders, wenn man in der Weltelite mitfahren will. Und dafür trainiert Marten Konrad vom WSC Bayer Dormagen hart. Er will sich im April für das Nationalteam der U23 qualifizieren. Die beste Motivation und Vorbereitung dafür sind Wettkämpfe. Aber die gibt es um diese Jahreszeit noch nicht in unserer Region. Man muss schon weit in den Süden fahren, um erste Wettkampfererfahrung so früh in der Saison zu realisieren.
Beim Pyrenäen-Cup fanden an zwei Wochenenden Weltranglistenrennen auf zwei der anspruchsvollsten Wildwasserkanäle Europas statt, für Konrad, im letzten Jahr noch Juniorenfahrer, der Sprung in nahezu unbekanntes Gewässer mit internationaler Konkurrenz.
Vom 8. bis 10. März startete er in Seu d’Urgell, 1992 Austragungsort der Olympischen Spiele von Barcelona, eine schmale und sehr spezifische Strecke und daher sehr anspruchsvoll. Dies gilt insbesondere für junge auf diesem Gebiet noch unerfahrene Sportler, denn im großen Teilnehmerfeld tummelten sich neben jungen Nachwuchstalenten auch Olympiateilnehmer und vor allem viele Franzosen und Spanier, die hier ihr Leistungszentrum haben. Zwei Grad Celsius und Schneefall sowie ein schwierig gehängter Kurs stellten den jungen Fahrer aus Dormagen vor Herausforderungen an sein Können, die seine Speed Balance auf die Probe stellten. Im ersten Abschnitt des B-Finales gelang ihm die Ausgewogenheit zwischen Aggressivität und Sicherheit schon gut, bevor ihn ein Torfehler in der Endabrechnung zurückwarf. Aber gerade diese Erfahrungen sind so wichtig im Kanuslalom und können in das nächste Rennen mitgenommen werden.
Das fand vom 15. bis 17. März in Pau statt, Austragungsort der Weltmeisterschaften 2017 und bis zum Neubau des Olympiakanals in Paris Leistungszentrum der Franzosen. Konrad fuhr im Vorlauf als einziger Deutscher Teilnehmer mit einer Torberührung auf Platz 28 und steigerte sich im B-Finale mit einem fehlerfreien Lauf auf Platz 20. Mit seinen Ergebnissen zeigte er sich ausgesprochen zufrieden: „Für mich war es eine tolle Erfahrung bei internationaler starker Konkurrenz mitzufahren und eine gute Vorbereitung auf die wichtigen Rennen, die nun kommen.“
Zunächst trifft man sich am kommenden Wochenende beim ICF Rennen in Hüningen, an dem auch viele deutsche Sportlerinnen und Sportler teilnehmen, unter anderem auch Vereinsmitglieder vom WSC Bayer Dormagen. Daran schließen sich Trainingslager in Markkleeberg und Augsburg an, wo im April die Qualifikationsrennen für die Nationalmannschaften und die Olympiateilnahme stattfinden.