Dormagen, 27. August 2026 Die Erfahrung von Weltmeisterschaften der A-Klasse im Kanuslalom ist für Marten Konrad vom WSC Dormagen 1950 e.V. eine große Bereicherung, auch wenn der Erfolg in diesem Jahr noch ausblieb. Bei der Kanuslalom-WM in Oklahoma erreichte der Einundzwanzigjährige Platz 51 im Kajak-Cross Einzelrennen und verpasste damit die Teilnahme an den Kopf-an-Kopf-Wettkämpfen der besten 42.
Bei den Einzelrennen vor einer Woche rutsche der Dormagener bereits am ersten
Aufwärtstor ab. Die Neubefahrung kostete zu viel Zeit und verhinderte ein
Weiterkommen im 75-köpfigen Teilnehmerfeld. Die beiden anderen Deutschen,
Stefan Hengst und Felix Sachers, schafften als 26ster und 40ster die Qualifikation,
schieden aber im Achtelfinale am Samstag aus. Die Herrenkonkurrenz im Einzel hat
einmal mehr der Brite Joseph Clarke vor dem Tschechen Jakub Krejci und David
Llorente aus Spanien gewonnen. In den Kopf-an-Kopf-Rennen siegte der Tscheche
Vit Prindic vor Dimitri Marx (Schweiz) und Sam Leaver (Großbritannien).
Insgesamt war das Ergebnis der in früheren Zeiten medaillenverwöhnten deutschen
Nationalmannschaft mit nur einem dritten Platz des Kanadier-Teams der Männer bei
dieser WM eher enttäuschend. „Es ist ernüchternd, wenn wir keine Einzelmedaille
mehr in den olympischen Disziplinen holen. Aber für mich wichtiger ist eigentlich der
Blick auf die Olympia-Qualifikationen, weil es entscheidend ist, dass wir 2028 mit
einer vollen Mannschaft hinkommen. Das ist uns hier momentan nicht gelungen“,
resümiert Cheftrainer Thomas Apel. Über die begehrte Teilnahme an den
Olympischen Spielen 2028 entscheidet ein Ranking, hier wurden wichtige Punkte
liegengelassen.
Jetzt muss der Fokus auf die beiden restlichen Weltcups liegen. Sie finden im
September in Vaires-sur-Marne, dem Austragungsort der letzten Olympischen Spiele,
und in Seu-d’Urgell, in den spanischen Pyrenäen statt. Für Konrad geht es aber in
erster Linie darum, gute Platzierungen zu erkämpfen und weiterhin Erfahrungen, die
naturgemäß nicht immer positiv sind, in seiner jungen Karriere zu sammeln.
Pressewartin Elsbeth Faber

