12 Juli 2017 Maren Lutz und Liv Konrad vom WSC Bayer Dormagen sind seit diesem Wochenende Deutsche Meisterinnen der Juniorinnen in der Kajak Einer Mannschaft. Gemeinsam mit der Hildenerin Lena Sawukaytis sicherte sich die Renngemeinschaft Nordrhein-Westfalen den Sieg in einem Finale, das nicht spannender hätte sein können.
Relativ früh ins Rennen gegangen zeigte das NRW-Team von Anfang an eine geschlossene Leistung und meisterte die Schlüsselstellen des Augsburger Eiskanals bravourös. „Waschmaschine“, „Bogenbrücke“ und „Korkenzieher“, die stärksten Herausforderungen bereiteten Ihnen scheinbar keine Schwierigkeiten. Erst in der letzten Torkombination mussten die mitfiebernden Zuschauer des Vereins noch einmal den Atem anhalten, als Konrad ihr Boot nicht optimal stellen konnte. Doch die gerade erst 14-Jährige bewies absolute Nervenstärke und Ruhe, korrigierte die Linie und meisterte so auch diese Situation. Im Ziel angekommen begann dann das Warten auf die Konkurrenz, denn acht Strafsekunden aufgrund von vier Torstabberührungen brachten noch einmal viel Spannung ins Rennen.
Doch auch die starken Mannschaften aus Leipzig und Halle blieben nicht fehlerlos. Mit 0,6 Sekunden Vorsprung fuhren die NRW-Mädels den Mannschaftstitel nach Hause. „Ich hatte überhaupt nicht mit einem ersten Platz gerechnet. Und als dann unsere Namen ganz oben auf der Ergebnistafel standen, da war die Freude einfach überwältigend“, beschreibt die Jüngste aus dem Team, Liv Konrad, den riesigen Erfolg und die Freude nach dem Rennen.
Kurz zuvor durfte Maren Lutz bereits das erste Mal jubeln. Gemeinsam mit Laura und Nele Baikowski ging sie in der Kanadier-Einer-Mannschaft an den Start. Nachdem sowohl Maren Lutz als auch Laura Baikowski souverän vorgefahren waren, stand vor allem die 13-jährige Schülerin Nele Baikowski im dicken Wildwasser vor einer großen Herausforderung. Nach einer geschlossenen, kämpferischen Leistung freute sich das WSC-Team am Ende über die Bronzemedaille.
In den Einzelwettkämpfen qualifizierte sich am Samstag der Großteil der Dormagener Sportlerinnen und Sportler für das Halbfinale am Sonntag. Auf veränderter Strecke, die keine Schwierigkeiten ausließ, gelang Maren Lutz am Sonntagmorgen sowohl im CI als auch im Kajak eine sichere Qualifikation für die Finale. Der zweite Platz im Kajak machte Hoffnung auf einen Medaillenrang. Doch in beiden Rennen erwischte sie nicht die optimale Linie und erreichte am Ende zweimal den 5. Platz.
Auch Liv Konrad hatte am Samstag mit Platz 5 bei der weiblichen Jugend gezeigt, dass sie zu den Besten ihrer Altersklasse gehört. Im Halbfinale kam sie am Anfang nicht so gut ins Rennen. Zwei Torstabberührungen am Anfang brachten sie leicht aus dem Konzept. Im Mittelteil hatte sie sich dann wieder gefangen, doch im unteren Abschnitt wurden ihr aufgrund einer nicht vollständigen Torbefahrung 50 Strafsekunden angerechnet, die sie auf Platz 20 zurückwarfen und das Finale kosteten.
Die frisch gebackene Deutsche Schülermeisterin Nele Baikowski, die jüngste WSC-Starterin, fuhr ein gutes Rennen und verpasste mit Rang 13 nur knapp die Finalteilnahme der Top Ten. Dritte im Bunde, Franziska Peter, musste im Halbfinale gleich nach dem ersten Tor eskimotieren, fuhr tapfer weiter, kam aber nicht mehr richtig ins Rennen und belegte am Ende Platz 22. Im großen Feld der Kajakfahrer verbesserte sich Maximilian Clauß im Halbfinale trotz vier Torstabberührungen auf einen guten 15. Rang.
Weitere Mannschaftsergebnisse:
- Julia Geheb - Marie Gottowik - Nele Baikowski: 8. Platz, 3xK1 weibl. Junioren
- Katharina Peter - Marisa Kaup - Enya Tollwerth: 14. Platz, 3xK1 weibl. Junioren
- Franziska Peter - Katharina Baikowski - Nick Selalmazidis: 24. Platz, 3xK1 männl. Junioren
Liv Konrad - Maren Lutz - Lena Sawukaytis
Geschrieben von E. Faber