Die WSC-Kanuten blicken positiv in die Zukunft

Dormagen, 30. Oktober 2023  Die Kanusaison 2023 ist offiziell vorüber und das Wintertraining hat bereits begonnen. Doch es lässt sich festhalten, dass der WSC Bayer Dormagen auf einen erfolgreichen Sommer zurückblicken kann.

Zwar waren die etablierten Kanuten wie Marten Konrad, Anna Faber oder Marie Gottowik diesen Sommer leider etwas vom Pech verfolgt und die ganz großen sportlichen Erfolge blieben aus, aber besonders im Nachwuchsbereich tut sich etwas. So verzeichnete der Verein die größte Gruppe an teilnehmenden Schülern bei der deutschen Schülermeisterschaft seit über 10 Jahren. „Ich bin wirklich stolz auf das, was wir in den vergangenen Jahren aufgebaut haben. Mein Ziel war es, mit all diesen Sportlern am Ende der Saison zur Meisterschaft nach Zeitz zu fahren, und dieses Ziel haben wir erreicht.“, resümiert Schülertrainerin Katharina Peter. Zwar hatte sich Peter für den Saisonhöhepunkt etwas bessere Ergebnisse erhofft, der WSC konnte aber dennoch im Schülerbereich diese Saison auf sich aufmerksam machen. So dürfen nun sechs Nachwuchspaddler zusätzlich zum Vereinstraining bei den NRW-Landestrainern trainieren.

Und die Nachwuchsgruppe des WSC wächst weiter. Nachdem im Frühjahr zum zweiten Mal erfolgreich Schnupperkurse angeboten wurden, begannen im weiteren Verlauf des Sommers etwa 12 Kinder und Jugendliche mit dem Kanusport. Mit Jeffrey Piontek, der bisher überwiegend die älteren Sportler betreut hat, als Hauptansprechpartner, profitiert der Nachwuchs bereits von Beginn an von einem sehr erfahrenen Trainer und Kanuten. „Der Nachwuchs diesen Sommer war toll, es waren von Training zu Training Fortschritte zu erkennen. Und seitdem wir mit dem Wintertraining begonnen haben, werde ich regelmäßig gefragt, wann wir wieder paddeln gehen.“, erzählt Piontek begeistert. Aktuell wollen bereits sechs der Kinder und Jugendlichen nächstes Jahr an ihren ersten Wettkämpfen teilnehmen.

Für das Wintertraining in den kommenden Monaten wurde das Trainerteam neu aufgestellt. Katharina Peter, die den Winter im Ausland verbringt, ist nicht vor Ort und zwei weitere Trainer müssen aus persönlichen Gründen kürzertreten. „Ich denke die Planung des Winters war eine Herausforderung, aber ich bin sehr zufrieden, wie wir diese lösen konnten“, betont Stephan Konrad, Sportwart des WSC Bayer Dormagen. Mit Ole Tanha begann im September ein Bundesfreiwilligendienstler stundenweise im Verein zu arbeiten, und einen Großteil des Trainings zu organisieren und zu begleiten. Die Möglichkeit sich auf diese Weise im Verein zu engagieren ist eine Neuheit, da bisher die Umsetzungsmöglichkeiten dazu fehlten. Unterstützt wird er dabei unter anderem von Piontek, aber auch von einigen Trainern, die sich zuletzt aus der Betreuung etwas zurückgezogen hatten, sich nun aber wieder intensiver einbringen.

Und nicht nur das Trainerteam und die Nachwuchsgruppen wachsen, auch die Zahl der ehemaligen Wettkampfsportler, die wieder am Vereinsleben teilnehmen steigt. Denn die Richtung ist allen klar. Mit dem Bau einer Toranlage auf dem Rhein und der Perspektive eines Wildwasserkanals vor der Haustür am Straberger See arbeitet der Verein gerade an einem System, den Kanusport in Dormagen neu aufleben zu lassen. Dazu fehlt es zwar an den professionellen Voraussetzungen bezüglich der Trainingsstrecke und Personalstruktur, wie sie an den Stützpunkten in Leipzig oder Augsburg vorzufinden sind, aber dem Slalomteam ist klar, mit einer zielorientierten und gelebten Trainingsphilosophie, guter Planung, Motivation und Teamspirit können auch im Rheinland insbesondere im Schüler und Jugendbereich gute Paddler entwickelt werden.

Das hat der WSC Bayer Dormagen in den letzten Jahren mit den internationalen Erfolgen von Marten Konrad und Anna Faber, aber auch weiteren Medaillen anderer Kanuten bei deutschen Meisterschaften bewiesen. Die Motivation ist groß, doch eine Sache ist sicher: ohne den Bau einer Trainingsstrecke als Ersatz für die Strecke auf der Erft wird der Weg an die Spitze sehr weit. Der Verein blickt jedoch nach den neuesten Entwicklungen in der Planung positiv in die Zukunft und möchte nächsten Sommer auf den Wettkämpfen in allen Altersklassen neu angreifen.

Geschrieben von: K. Peter

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