05 Mai 2015 Geschafft! Nach zwei aufregenden Qualifikationswochenenden ist Anna Faber vom WSC Bayer Dormagen der Einzug in die U-23-Nationalmannschaft im Kanuslalom gelungen. Damit etabliert sie sich als amtierende Junioren-Europameisterin direkt im ersten Jahr in der Leistungsklasse.
Die Anspannung war groß, denn die Qualifikationsrennen entscheiden gleich zu Beginn der Saison über Top oder Flop, über Dabeisein im Team Deutschland, über sportliche und finanzielle Unterstützung. Im ersten Jahr der Leistungsklasse ist es besonders schwierig, den Anschluss an die Spitze zu finden, doch Anna hatte sich den direkten Verbleib in der Nationalmannschaft in den Kopf gesetzt.
Gleich am ersten Tag, am vorletzten Samstag in Markkleeberg, hatte sie einen richtig guten Einstieg. Konzentriert fuhr sie ins Finale der besten Acht und überzeugte hier mit einem 6. Platz, der sie ihrem Ziel ein gutes Stück näher brachte. Am Sonntag verfehlte sie jedoch mit Rang Zehn den Einzug ins Finale und ging mit einem daraus resultierenden Stand von 16 Punkten in die letzten beiden Wettkämpfe.
In Augsburg, ihrer neuen Wahlheimat, startete sie am Samstag erneut durch. Nach dem ersten Lauf noch auf Rang 8 steigerte sie sich im zweiten Durchgang nochmal um zwei Plätze. Gerne hätte sie am zweiten Tag ihren Punktestand nochmal verbessert. „Ich wollte nochmal einen richtig schönen Lauf hinlegen“, war ihr etwas enttäuschter Kommentar zum Sonntag. Ein falsch durchfahrenes Tor hatte ihr 50 Strafsekunden und damit nur Platz 12 eingebracht. Da das schlechteste der vier Ergebnisse gestrichen wird, blieb es am Ende bei insgesamt 22 Punkten, in der Endabrechnung war das der 7. Platz. Die ersten drei Plätze, das A-Team, bilden die amtierende Europameisterin Ricarda Funk, die ehemalige Europameisterin Melanie Pfeifer und die 22jährige Lisa Fritsche, die überraschend unter die besten Drei gefahren war. Olympiafünfte Jasmin Schornberg blieb nur der bittere Platz 4. Gemeinsam mit Caroline Trompeter aus Hanau, Platz 5, zog sie als jüngste in die U-23-Nationalmannschaft ein und darf sich nun auf die Teilnahme an der Europameiserschaft in Krakau freuen.
Tobias Horn hatte leider nicht so viel Glück. In einem starken Konkurrentenfeld verpasste er mehrfach ganz knapp die Finalteilnahme und hatte dadurch keine Chance zur Qualifikation.
Für seinen Bruder Malte sieht es dagegen nach zwei Wettkampftagen – die Entscheidung fällt bei den Junioren erst in einer Woche in Lofer (Österreich) – gut aus. Auch für ihn war der erste Tag der erfolgreiche. Mit einer fehlerfreien, kraftvollen Präsentation katapultierte er sich zur Freude seiner angereisten Fans auf den 2. Platz. Auch am Sonntag sicherte er sich mit Rang 6 die Finalteilnahne. Doch hier wurden auch ihm wegen eines falsch durchfahrenen Tores 50 Strafsekunden aufgebrummt, die ihn auf Platz 7 zurückwarfen. Insgesamt liegt er nach 2 Wettkampftagen auf dem 4. Platz, eine gute Basis für den Angriff auf die drei Qualifikationsplätze.
Geschrieben von E. Faber