03. Juni 2019 Anna Faber vom WSC Bayer Dormagen durfte am letzten Wochenende erstmalig an den Europameisterschaften der Leistungsklasse teilnehmen und errang dabei Platz 28.
Auf dem künstlichen Kanal in den Pyrenäen, dem ehemaligen Olympiastützpunkt der Franzosen, kämpfte Faber an Himmelfahrt um die Teilnahme am Halbfinale der besten zwanzig Kanutinnen Europas. Walzen, Sprünge, tiefe Abfälle, die WM-Strecke von 2017 ist gespickt mit extremen Schwierigkeiten, die nicht den kleinsten Mangel an Konzentration erlauben und hohe Anforderungen an die Spezialistinnen stellen. Als unerfahrene Newcomerin in der Kanuelite ist es schwer gleich im ersten Wettbewerb bei den Gipfelstürmern dabei zu sein. Faber war als Vierte ins A-Team gestoßen, da die Vorjahressiegerin Ricarda Funk gesetzt war und Deutschland daher ein Boot mehr an den Start bringen durfte. Und so lieferte Faber einen soliden Wettkampf, der ihr am Ende den 28. Platz bescherte, das Weiterkommen aber verwerte. Nur die beiden international erfahrenen Deutschen, Jasmin Schornberg und Ricarda Funk, überstanden das Halbfinale und erreichten die Top Ten. Schornberg holte im Finale überraschend die Bronzemedaille, Funk, die Europameisterin des Vorjahres und klare Favoritin, kam zwar mit Bestzeit ins Ziel, wegen 50 Strafsekunden an Tor 20, das tückisch über einer Walze hing, fiel sie aber auf Rang 9 zurück. Die vierte Deutsche, Elena Apel, wurde 32.
Für Faber war Pau eine Erfahrung mehr in ihrer sportlichen Laufbahn. „Ich hatte mir anfangs schon etwas mehr erhofft, aber die LK ist nicht zu vergleichen mit Meisterschaften der U23“, kommentierte sie ihr Ergebnis. Nächste Herausforderung wird der Weltcup in Bratislava im Juni und dann die U23 Europa- und Weltmeisterschaften im Juli.
Geschrieben von E. Faber