12 August 2013 Zwanzig Nationen waren in Bourg Saint Maurice auf einer der schwersten Naturstrecken Europas angetreten, um die Meistertitel zu erkämpfen. Anna Faber vom WSC Bayer Dormagen bestätigte dabei ihre Position in der europäischen Kanuslalomspitze.
Maximal drei Athletinnen jeder Nation durften in der Qualifikation am letzten Donnerstag an den Start gehen. Neben Faber waren es für Deutschland Ann-Kathrin Schwanhold aus Leipzig und Celina Jones aus Augsburg und alle drei Mädels konnten sich in den beiden Läufen sicher für das Halbfinale der besten Zwanzig qualifizieren.
Die Einzelentscheidungen fielen dann am Samstag. Während die Vorläufe noch im unteren Bereich der Isere ausgetragen wurden, begann die Slalomstrecke im Halbfinale bereits im oberen schwierigen Teil mit starkem Wuchtwasser und vielen Abfällen. Doch Anna meisterte gerade diese Passage hervorragend und zog als Siebte ins Finale der Top Ten ein. Hier hieß es dann vor allem Nerven bewaren. Dies gelang ihr und mit der drittbesten Zeit fuhr sie auf den fünften Paltz. Eigentlich wäre sogar eine Medaille drin gewesen, doch ein Torrichter glaubte eine falsche Torbefahrung gesehen zu haben, sodass ihr 50 Strafsekunden angerechnet wurden. Trotz Protest mit Videobeweis, der deutlich die richtige Befahrung zeigte, wurde diese Entscheidung nicht zurückgenommen. Da bis auf die Medaillengewinner alle anderen Finalteilnehmerinnen aber auch 50 Strafsekunden erhalten hatten, war Faber der 5. Platz und damit eine hervorragende Platzierung in europas Spitzenklasse vor den starken Französinnen sicher. Europameisterin wurde Lisa Leitner aus Österreich und zweite Karolina Galuskova aus Tschechien. Celina Jones kam auf den 8. Platz.
Im Mannschaftsrennen am Sonntag , die wieder im unteren Teil der Strecke stattfanden, hatte sich das deutsche Team einiges vorgenommen und ging als Vizeweltmeister mit guten Aussichten auf einen Medaillenrang an den Start. Wie schon bei der WM in der Slowakei führte Faber ihr Team an und zeigte eine technisch und athletisch starke Leistung. Mit der besten Zwischenzeit unterwegs passierte der als Letzte fahrenden Ann-Kathrin Schwanhold vor den Augen der begeistert anfeuernden Fans jedoch ein entscheidendes Missgeschick. Sie fuhr an Tor 12 vorbei, musste es erneut anfahren, was jedoch zuviel Zeit kostete, sodass es am Ende nur für Rang 6 reichte.
Geschrieben von E. Faber