Dormagen, 31. Mai 2022 Zu den schönsten internationalen Wettkämpfen in Europa zählen die alljährlichen Rennen auf der wilden Passer, einer der letzten Kanuslalom-Strecken, die noch auf einem Naturfluss zu Hause ist. Die landschaftlich einzigartige Kulisse in der Gilf-Klamm bot Kajakspezialistin Anna Faber vom WSC Bayer Dormagen eine akzeptable Alternative zu den Europameisterschaften, die zeitgleich am Wochenende in der Slowakei ausgetragen wurden. Hatte sie doch die Quali für’s A-Team verpasst, den Spaß am Wildwasser und Wettkampf aber nicht verloren.
Im international offenen Rennen am Samstag lag sie nach dem ersten Durchgang vielversprechend auf Platz zwei und konnte sich im zweiten Lauf nochmal um fast drei Sekunden steigern. Die starken Fahrerinnen aus Frankreich, Tschechien und Italien meisterten den Parcours aber noch schneller, sodass am Ende Platz 5 herauskam. Am Sonntag ging es dann besser aus. Im Finale des Weltranglistenrennens ließ sie die Italienerinnen hinter sich und holte nach der Französin Angele Hug und der Tschechin Amalie Hilgertova die Bronzemedaille. Nach Gold im letzten Jahr zeigte sich Faber aber zufrieden: „Mit dem Trainingsrückstand aus dem Frühjahr konnte ich meine Leistung aus dem Vorjahr nicht ganz abrufen, hab‘ aber alles gegeben. Bei wenig Wasser auf der Strecke konnte ich meine Stärken nicht optimal ausspielen.“
Marten Konrad war mit der Juniorennationalmannschaft angereist. Er erkämpfte sich am ersten Tag im Juniorenrennen einen hervorragenden vierten Platz. Auch am zweiten Tag, als er mit der internationalen Kajak-Leistungsklasse konkurrieren musste, zeigte er eine überzeugende Leistung im starken Feld von 71 Startern und wurde 21er.
Als Dritter Teilnehmer vom WSC wurde Jeffrey Piontek im Kanadier am Samstag 17er und am Sonntag 28er.
Foto vom ausrichtenden Verein Sportclub Meran