Anna Faber auf internationaler Tournee – WM-Start im Blick

Dormagen, 05. September 2021

Beim Weltcup in den spanischen Pyrenäen fuhr Anna Faber vom WSC Bayer Dormagen am Wochenende auf den 18. Platz. Der Weltcup ist einer von Zweien, die für die Qualifikation zur Kanuslalom-Weltmeisterschaft im September zählen.

Als viertes Boot des deutschen Kajakteams hat Faber die Chance bei den noch anstehenden internationalen Wettkämpfen dieser Saison zu starten. Für die Weltmeisterschaft ist Olympiasiegerin Ricarda Funk bereits gesetzt. Zur Ermittlung die übrigen zwei Plätze treten das zweite, dritte und vierte Boot der Qualifikation aus dem Frühjahr bei Weltcups in Spanien und Frankreich gegeneinander an.

Erste Etappe war der Weltcup auf der Olympiastrecke von Barcelona 1992 in Seu d‘Urgell. Nachdem Faber das Semifinale der Top 30 souverän als 17. erreicht hatte, musste sie sich hier erneut auf eine neue Streckenaushängung vorbereiten. „Als ich den Parcours der Halbfinalstrecke eingesehen hatte, bereitete mir eine Torkombination ziemliches Kopfzerbrechen. Ich war mir unsicher, wie ich sie angehen sollte“, berichtete Faber. Ihr Trainer David Krajnik, Stützpunkttrainer von Kanu NRW, der mit nach Spanien gekommen war, hatte jedoch großes Vertrauen in seine Sportlerin. Mit neuem Selbstvertrauen bestärkt kam Faber im Semifinale zunächst gut ins Rennen und lag nach der ersten Zwischenzeit nur knapp hinter der Bestzeit. Im Aufwärtstor 12 musste sie korrigieren und berührte dabei hauchdünn das Tor und in der Kombination dann auch noch Tor 13. Die Berührungen bedeuteten vier Strafsekunden, die ihr den Einzug ins Finale der besten Zehn verwehrten. Letztendlich belegte Sie Rang 18. „Ich bin mit meiner Performance eigentlich sehr zufrieden, aber die Berührungen sind mega ärgerlich“, so Faber. „Die Angangsweise stimmt, und es zeigt, dass ich es eigentlich kann. Jetzt habe ich Bock, es am kommenden Wochenende besser zu machen.“

Schon am Sonntag ging es mit dem deutschen Team weiter nach Pau, auf die französische Seite der Pyrenäen. Dort findet der nächst Weltcup am Wochenende vom 10.-12.09. statt, und dann heißt es wieder „Attacke“. Um bei der WM sicher dabei zu sein, muss Faber in Frankreich unter die Top-15 fahren.

Neue Erfahrungen im Extreme Slalom

Neben dem Slalom-Wettkampf wird Faber beim Weltcup in Frankreich auch in der neuen olympischen Disziplin Extreme Slalom an den Start gehen. Hier starten im Head-to-Head-Modus jeweils vier Sportlerinnen gleichzeitig von einer Startrampe in einen kürzeren Parcours, bei dem vor allem Durchsetzungsvermögen verlangt wird. 2024 wird dieser zusätzliche Kanu-Wettkampf in Paris zum ersten Mal olympisch sein. Ihr Debüt gab Faber hier bereits beim Weltcup in Prag. „Die Besonderheit am Extreme Slalom ist, dass ich nicht alleine den Kanal runterpaddle, sondern noch drei Konkurrentinnen dabei sind, gegen die ich mich durchsetzen muss. Das finde ich sehr spannend.“

 

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