07 Mai 2011 Bei bestem Sommerwetter fanden am 07. Mai 2011 im ostbayerischen Plattling an der Isarwelle die deutschen Meisterschaften im Kanufreestyle statt, die gleichzeitig auch die Qualifikation für die Weltmeisterschaften an gleicher Stelle vom 20. – 26.06.2011 waren.
Eine hochmotivierte und gutgelaunte Abordnung vom WSC machte sich am Donnerstag Abend auf die rund achtstündige Anreise und konnte nach einer kurzen Nacht bereits um 06:00 Uhr morgens auf der Welle gesichtet werden. Der Freitag gehörte ganz der Vorbereitung auf das bestens besetzte Event. Der einzige Umstand, der fast allen Teilnehmern (ca. 80) und dem Schiedsgericht Sorgenfalten auf die schon meist gebräunten Stirnen zauberte, war der Pegel der Isar. 140 – 150 cm sind einfach etwas wenig für eine stabile Welle.
Am Samstag begannen dann die Wettkämpfe am frühen Morgen um 09:00 Uhr mit der Ansprache des Schiedsgerichts an alle Teilnehmer, das Beste zu geben, da womöglich die Vorläufe der einzelnen Kategorien auch die Endläufe sein könnten; der Pegel hatte sich nicht grundlegend geändert.
So war dann der Lauf der männlichen C1 Fahrer auch nach den ersten Heats der Endstand, bei dem Jonas Unterberg einen beachtlichen 2. Rang (Deutscher Vizemeister!!) erfuhr und damit den ersten Teilnehmer des WSC bei der WM stellte. Im Anschluss daran starteten die männlichen Junioren ihre Vorläufe, bei denen sich Michel Hasselwander als 3. und Yannick Münchow als 6. für das Halbfinale in einem 27köpfigen Teilnehmerfeld durchsetzen konnten.
Auch bei den Herren qualifizierten sich Robert Büchmann und Max Münchow als 8. und 12. von 25 Startern.
Nachdem gegen Mittag die Vorläufe beendet waren wurde entschieden, dass die geplanten Halbfinalläufe bereits die Finalläufe sein mussten, da der Pegel begann rasant zu fallen.
Die Finalläufe wurden durch die männlichen Junioren begonnen, wobei nun jedem Starter genau 45 Sekunden zur Verfügung standen, um möglichst gute Moves in der nicht stabilen Welle zu zeigen. Ein Junior nach dem anderen wurde aus der Welle ausgewaschen, was zu einem Punktegleichstand bei 9 der 12 qualifizierten Fahrer führte. Bis Michel Hasselwander kam, sah und siegte. Mit einem genialen McNasty in letzter Sekunde wurde er unter dem Jubel der Zuschauer Deutscher Meister und war damit zweiter Teilnehmer des WSC an der WM. Im Schlussklassement belegte Yannick Münchow den 7. Platz und den 3. bei den U16.
Bei den Herren sah das Finale durch die größere Erfahrung auch mit seichtem Wasser durchweg anders aus. Es war schon beachtlich welche Moves die Besten der Herren in der Welle zu Leisten imstande waren. So setzte sich am Ende Martin Koll als Deutscher Meister vor den Brüdern Simon und Seppi Strohmeier durch. Aber auch hier zeigte sich wieder die Klasse der WSC-Teilnehmer und ihr beständiges Trainingsprogramm zahlte sich aus.
Max Münchow belegte den 6. Platz und nimmt an der WM teil. Robert Büchmann wurde 7. und verpasste damit äußerst knapp die WM-Teilnahme.
Mit dieser Ausbeute kann der WSC als ein Zentrum des Kanufreestyle im Rheinland mehr als zufrieden sein. 5 Teilnehmer, alle in den Finalläufen, 3 für die WM qualifiziert.
Es folgte für alle Teilnehmer eine rauschende Party am Lagerfeuer unter einem perfekten Sternenhimmel.
Geschrieben von R. Münchow