18 September 2013 Müde und vom 9stündigen Rückflug aus Atlanta gezeichnet, landeten am vergangen Mittwoch unsere WSC-Kajak-Freestyler Jonas Unterberg und Yannick Münchow (Robert Büchmann war schon eine Tag vorher zurückgeflogen) wieder in Frankfurt.
Die vom 02. bis 08. September dauernde Weltmeisterschaft der Kajak-Freestyler begann am Montagabend mit einer tollen Eröffnungsfeier für die mehr als 250 Athleten aus 28 Nationen.
Aufmarsch der Sportler, Fahnenparade, viele Zuschauer und nicht zuletzt die Tänze der Cherokee-Indianer sorgten für eine fröhliche und ausgelassene Party mitten in Bryson City am Rande der Great Smoky Mountains. Gesangstechnisch überzeugte die deutsche Mannschaft auf der Rückfahrt zum Nantahala Outdoor Center.
Tags darauf begann dann der sportliche Wettbewerb mit den Vorläufen der Junioren im K1. Yannick belegte hier den 14. Platz und ärgerte sich kurz über die erbrachte Leistung, da er das Halbfinale erreichen wollte. Auch Jonas Unterberg belegte am Ende seiner Vorläufe bei den Herren im C1 ebenfalls einen guten 14. Platz.
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der K1-Herren. Bei 74 Startern war auch kein Platz für eine andere Disziplin an diesem Tag. Nach 15 gestarteten Gruppen belegte Robert hier den 29. Platz und war damit sehr zufrieden.
Wie bei den Dreien, zeigte sich auch bei allen anderen Teilnehmern, dass möglichst frühes Anreisen und langer Aufenthalt an der vom Nantahala-Stausee gespeisten Walze, der Schlüssel für ein Weiterkommen im Wettbewerb war. Wer erst 1-2 Wochen vor der WM an den Teamtrainings teilnehmen konnte, hatte bei max. 10 Stunden Speisewasser am Tag und mehr als 250 Teilnehmern durchschnittlich nur 2,5 Min. Zeit pro Tag zum Herantasten an die Wasserbedingungen. So kamen denn auch nur 2 Mitgliedern der zehnköpfigen deutschen Mannschaft in die Finalläufe.
Aber das war, wenn überhaupt, nur ein kleiner Makel.
Die Auswahl der Örtlichkeit, Durchführung der Wettbewerbe, Unterbringung der Athleten, Unterstützung und Wahrnehmung in der Bevölkerung, Shuttle-Service etc. kann nur als topp bezeichnet werden. Das Miteinander der Athleten war immer von Respekt, guter Laune, gegenseitiger Unterstützung und Hilfe gezeichnet. Ein Beispiel dafür, war das vielfach beachtete, von der französischen und deutschen Mannschaft gemeinsame, lautstarke (inklusive dem Gebrauch einer großen Blechtrommel) Anfeuern der eigenen aber auch anderer Teilnehmer.
Sicherlich werden alle Drei noch einige Zeit brauchen, um die Eindrücke dieser Weltmeisterschaften zu verarbeiten. Aber dies sind die Dinge, die jedem WM-Teilnehmer, in welcher Sportart auch immer, niemals genommen werden können.
Um nur einen kleinen Einblick von dieser schönen Veranstaltung zu bekommen, sollte man sich die Tageszusammenfassungen und Bildergalerien auf der offiziellen Veranstalterseite anschauen:
http://www.freestylekayaking2013.com/index.html
Geschrieben von R. Münchow