20 März 2011 Bei strahlendem Sonnenschein tummelten sich am Samstag circa 80 Wett-kampfsportlerinnen und -sportler der Disziplin „Kanu-Freestyle" auf der Erft am Wiesenwehr. Der WSC Bayer Dormagen unter Federführung von Max Münchow hatte zur Westdeutschen Meisterschaft eingeladen und viele folgten dem Ruf von nah und fern. Angefeuert von zahlreichen Fans und begleitet von stylischen Musikklängen vollführten die „Freestyler" artistische „Moves" in der Walze.
Bei den Junioren waren Jonas Unterberg und Yannik Münchow vom WSC am Start. Jonas, der in der letzten Saison sein Kanu noch durch die Slalomtore gesteuert hatte, ist zwar seiner Bootsklasse, dem Kanadier, treu geblieben, die Bootsform ist aber viel kürzer, breiter und volumiger, denn es geht ja nicht um Geschwindigkeit, sondern es siegt derjenige, der die meisten Punkte durch viele verschiedene spektakuläre „Moves" erzielt. Und das gelang Jonas schon sehr gut, sodass er am Ende den ersten Platz erreichte. Auch Yannik konnte im Kajak in seinem ersten Wettkampfjahr vielfach punkten und schaffte einen guten dritten Platz.
Besonders spannend wurde es dann in der Männerklasse. Zwei Mitglieder vom WSC hatten es in das Halbfinale der besten Fünfzehn geschafft, wo die Finalteilnehmer, die fünf Besten ermittelt wurden. Wie zu erwarten gelang Robert Büchmann, Neunter bei der letztjährigen Junioreneuropameisterschaft, der Einzug in die Endrunde. Max Münchow verpasse sie nur ganz knapp mit einem sechsten Platz. 45 Sekunden hatte hier jeder Teilnehmer, um seine Loops, Wheels oder andere Moves mit so klangvollen Namen wie „Space Godzilla" oder „Mc Nasty" zu demonstrieren. Nach jedem Durchgang ließ die Jury einen ausscheiden. Robert schaffte es bis in die Runde der letzten drei, musste sich dann aber den älteren und erfahreneren Teilnehmern geschlagen geben. Mit seinem dritten Platz gelang ihm ein toller Start in die Leistungsklasse.
Im Anschluss an die Wettkampfveranstaltung machte man sich nicht auf den Heimweg sondern traf sich im Bootshaus vom WSC in Zons zur Stärkung für die Nacht, denn beim Freestyle ist es üblich nach dem Wettkampf discomäßig zu feiern.
Geschrieben von R. Münchow