Wiesenwehrrodeo 2013 – Westdeutsche Meisterschaft

14 März 2013  Bei fast sommerlichen Wetterbedingungen fand am letzten Wochenende ………………

NEIN!!! Quatsch, schnell vergessen, war die Vorlage vom letzten Jahr.

Leider schlugen am vergangenen Wochenende die Vorboten des Tiefdruckgebietes „Yorick“ zum diesjährigen Wiesenwehrrodeo zu, und sorgten über den gesamten Tag für trübe und äußerst nasse Wetterbedingungen.

Dies schlug sich aber in keinster Weise auf die Laune der rund 70 Teilnehmer aus Belgien, Holland und Deutschland und der überschaubaren Anzahl der Besucher sowie des Organisationsteams nieder. Im Gegenteil. Nach der langen Winterpause waren alle Freestyler „heiß“ auf die Veranstaltung.

Den Anfang mit den Vorläufen machten die Herren im K1. Erwartungsgemäß konnten sich hier die Lokalmatadoren Robert Büchmann und Max Münchow für das Halbfinale qualifizieren. Michel Hasselwander schied hier leider aus. Im Anschluss starteten die K1-Junioren wobei sich Yannick Münchow als zweitbester des Vorlaufs direkt für das Finale qualifizierte. Die aktuelle Vize-Europameisterin Lisa Hasselwander fand ebenso ihren Weg ins K1 Juniorinnen Finale, das sie recht deutlich mit dem Westdeutschen Meistertitel in der Tasche beendete, wie Jonas Unterberg, der sogar in drei Bootsklassen antrat und jeweils im Finale des Offenen Canadiers 1er Dritter und im Canadier 1er seinen Meistertitel vom letzten Jahr verteidigte, das dritte Mal in Folge!!!

Als nächstes stand das Halbfinale der K1 Herren an, bei dem sechs der zehn Teilnehmer über reichhaltige Erfahrung auf diesem Gewässer verfügen. Vier von ihnen, Paul Meylan (Sieger der beiden letzten Jahre), Christoph Kleemann, Jörn Hüsch und Max Münchow, sowie ein Freestyler aus Holland, konnten sich gegen alle anderen durchsetzen und in das 5köpfige Finale einziehen. Leider war hier für Robert Büchmann Schluss.

Alle verfolgten nun mit Spannung das ebenfalls 5köpfige-Finale der K1 Junioren im Sessionsystem. Es dauert 10 min und jeder Fahrer hat die Möglichkeit, so oft in die Walze zu fahren, wie er kann. Sofern die Vorherfahrenden ihre max. Zeit von 45 Sekunden je Einfahrt nicht voll ausfahren.

Hier trafen sich zwei der letztjährigen Finalisten, Lane de Meulenaere und

Yannick Münchow, wieder. Sie beherrschten das Finale nach Belieben und trieben sich gegenseitig zu immer höher bewerteten Moves. Am Ende gelang es Yannick Münchow mit seiner letzten Einfahrt in die Walze alle Figuren zu stehen, die verbliebene Zeit auszufahren, sodass keiner seiner Konkurrenten mehr Zeit für eine Wertung fand und zum ersten Mal nach zwei Vizemeistertiteln den Westdeutschen Meistertitel zu holen.

Nun stand nur noch das Finale der K1 Herren an, das im Head-to-Head Modus ausgefahren wurde. Dabei hat jeder Teilnehmer 45 Sek Zeit seine Punkte zu sammeln. Der Schlechteste in jeder Runde scheidet aus. Jasper de Graeven war der Erste, den es erwischte. Aber er war damit der Fünftbeste im Wettbewerb. Überraschend für alle, musste der Meister der letzten beiden Jahre, Paul Meylan, als Vierter die Segel streichen.

Lag es an den Carbonbooten, dass nun nur noch Fahrer die solches Material fuhren, in der Wertung waren? Wie auch immer; man sah nun deutlich, dass neben allem technischen Können, auch Ausdauer, Kraft und Konzentrationsfähigkeit gefragt waren.

Jörn Hüsch war der nächste der Ausscheiden musste. Nichtsdestotrotz wurde er vielumjubelter Dritter der Gesamtwertung. Und nun das Shootout der letzten beiden Fahrer.

Kleinigkeiten geben nun den Ausschlag, wenn die Figuren nicht mehr ganz sauber sind, nicht mehr so hoch aus dem Wasser reichen, die Arme immer schwerer werden und der Körper nach Ruhe schreit.

Schreien ist ein gutes Stichwort: Ein Gebrüll und Geschrei tobte los als der Sieger feststand. Max Münchow vom WSC vor Christoph Kleemann aus Niederkrüchten, der aber dennoch mit seiner Leistung zufrieden war.

Vier Westdeutsche Meistertitel für den WSC, das kann sich sehen lassen.

Abgeschlossen wurde dieser Tag mit einer tollen Siegerehrung und der schon traditionellen Abschlussparty im Bootshaus des WSC bis in die frühen Morgenstunden. Das war ein richtig guter Beginn der neuen Saison.

Geschrieben von R. Münchow

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