Lisa Hasselwander ist Junioren-Vizeeuropameisterin 2012 im Kanu-Freestyle

03 Juli 2012  Nachdem die WSC Freestyler Lisa und Michel Hasselwander, Yannick Münchow und Jonas Unterberg am letzten Samstag zu ihren Nationalmannschaftskollegen gestoßen waren, konnte die Vorbereitung für die vom 24. – 30. Juni in Lienz/Österreich stattfindende Kanu Freestyle EM bei besten Wetterbedingungen beginnen.

Die EM wurde durch eine feierliche Zeremonie im mittelalterlichen Ambiente des über Lienz thronenden Schloss Bruck eröffnet. Der Montag und Dienstag standen voll und ganz im Zei-chen des Trainings, um sich mit der Welle möglichst optimal vertraut zu machen.

Das gelang unseren Athleten recht gut. Yannick Münchow und Michel Hasselwander qualifizierten sich am Mittwoch im 26 köpfigen Starterfeld bei den Vorläufen der Junioren als fünfter und achter im Kajak Einer für das Halbfinale am Freitag. Ebenfalls am Mittwoch qualifizierte sich Jonas im Canadier Einer bei den Herren für das Halbfinale.

Aufgrund des kleinen Starterfeldes wurde von der Organisation beschlossen, dass die Vorläufe der Kajak Einer Juniorinnen ohne Halbfinale direkt die Qualifikation für das Finale am Samstag sein sollten. Die große Leistungsdichte in dieser Boots-/Altersklasse führte dazu, dass Lisa Hasselwander, die sich mit drei Wettbewerberinnen einen Platz teilte, die Qualifikation für den Finaltag errang.

Anscheinend war das gemeinsame Anschauen des Halbfinales bei der Fußball-Europameisterschaft nicht förderlich für unsere 3 männlichen Teilnehmer, denn leider überstand keiner von ihnen die Halbfinalläufe am Freitag. So schieden die WSC-Kanuten, genauso wie die deutschen Fußballer aus dem weiteren Wettbewerb nach und nach aus. Jonas wurde in seinem C1-Lauf guter achter und Michel und Yannick waren am Schluss sechster und zehnter im K1J. Wenn auch besonders die britische und französische Konkurrenz dominierend war, so war doch die Enttäuschung zu merken, denn auch für fast alle anderen männlichen deutschen Starter war spätestens im Halbfinale Schluss.

Am Samstag, dem Finaltag aller Klassen, ging dann Lisa in ihren Wettbewerb und war nach dem ersten Durchgang gute Vierte hinter ihrer Mannschaftskollegin Jana Groß und je einer Kanutin aus England und Spanien. In ihrem zweiten Durchgang beherrschte sie die Konkurrenz und verbesserte sich deutlich auf Rang zwei, den sie auch nicht durch eine Verletzung, die sie an der weiteren Teilnahme hinderte, abgab. Da auch Jana Groß ihren dritten Platz verteidigte, war der Jubel im deutschen Team über diese beiden Medaillen und auch den Europameistertitel von Philipp Hitzigrath im offenen Canadier und den zweiten Platz im Canadier Einer groß.

Beschlossen wurden diese Titelkämpfe durch die Siegerehrung am Abend, eine schöne Schlussfeier, ein Livekonzert und ein Feuerwerk. Die Organisation und die Stadt Lienz erhielten zurecht einen donnernden Applaus für ihre Arbeit.

Zum Schluss bleibt die Erkenntnis, dass Teil einer Europameisterschaft zu sein und sich mit 160 anderen Startern aus 20 Nationen messen zu können, für jeden ein unwiederbringliches Erlebnis ist. Und das ist sicherlich auch ein Ansporn für die kommende Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Nantahala, Tennesse USA, im September 2013.

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