Kanuslalom

Anna Faber gelingt der Einzug in die Nationalmannschaft

Anna WSC 2018Nach vier Qualifikationsrennen, zwei davon in Augsburg und zwei am letzten Wochenende in Markkleeberg bei Leipzig, sind die Entscheidungen für die Nationalmannschaften im Kanuslalom für diese Saison gefallen. Bis zum letzten Rennen war für das U23-Kajakteam noch alles offen, doch nach einem nervenraubenden Kampf zählte Anna Faber am Ende zu den Glücklichen.

Die Sportlerin vom WSC Bayer Dormagen war mit dem Druck angereist kein Finale mehr verpassen zu dürfen, denn das war ihr bereits am zweiten Qualitag in Augsburg widerfahren. Eines der vier Rennen darf als Streichergebnis gewertet werden, das war also schon mal gesetzt. Neben dem 6. Platz vom ersten Tag mussten zwei weitere gute Ergebnisse her.

Mit der drittschnellsten Zeit im Rennen der Damen legte sie am Samstag beeindruckend los, leistete sich aber drei Torberührungen und damit 6 Strafsekunden. Die gute Zeit rettete sie als Zehnte gerade noch ins Finale der Top Ten. Hier konnte sie ihre Leistung steigern und erreichte Platz 7, unter den U23-Fahrerinnen wurde sie damit Zweite.

Am letzten Tag dann ein ähnliches Bild: Trotz diesmal sogar 4 Torberührungen sicherte ihr eine schnelle Fahrt wiederum mit Platz 10 den Einzug ins Finale. Hier steigerte sie sich erneut, fuhr fast fehlerfrei, musste aber ein Tor neu anfahren, als sie durch eine dicke Wasserwalze traversierte. Doch Aufgeben gehört nicht zu ihren Tugenden. Sie kämpfte sich wieder in die Ideallinie und setzte sich mit Platz 6 vor ihre ärgsten Konkurrentinnen. Damit ist sie im Gesamtklassement punktgleich mit Andrea Herzog aus Leipzig und hinter Elena Apel aus Augsburg eine der drei Kajakfahrerinnen im U23-Team. Im Juli geht es zur Weltmeisterschaft nach Ivrea/Italien und im August nach Bratislava/Slowakei zur Europameisterschaft. Faber ist überglücklich: „Endlich habe ich es geschafft wieder dabei zu sein! Ich kann es noch gar nicht ganz glauben.“ In den kommenden Wochen steht nun die Vorbereitung auf die internationalen Saisonhöhepunkte an.

Auch Maren Lutz zeigte in ihrem ersten Jahr in der Leistungsklasse bei den Kajakdamen, dass in Zukunft noch mit ihr zu rechnen ist. In Augsburg hatte sie mit einem neunten Platz schon auf sich Aufmerksam gemacht. Am dritten Qualifikationstag verpasste sie mit Rang 12 nur ganz knapp das Finale. Am letzten Tag lief es dann nicht mehr so rund bei ihr, und sie wurde 19te. Insgesamt belegte sie Platz 16 im leistungsstarken Starterfeld.

Bei den Juniorinnen kämpfte Liv Konrad um eine gute Platzierung. Für die junge Fahrerin, die noch zur weiblichen Jugend gehört, war die schwer gehängte Strecke, die die Fahrerinnen von einer Welle durch die nächste schickte mit dem druckvollen Wasser eine große Herausforderung, die sie mutig und entschlossen meisterte. In ihrem letzten Rennen legte sie sogar noch eine akrobatische Eskimorolle ein, schaffte aber dennoch die regelgerechte Durchfahrt aller Tore. Mit den Platzierungen 17, 26, 14, und 19 belegte sie am Ende einen guten 18. Platz.