22 Juli 2019 Bei den Junioren- und U23-Weltmeisterschaften im Kanuslalom konnte Anna Faber vom WSC Bayer Dormagen erneut die Bronzemedaille im U23-Teamwettbewerb gewinnen. Die erhoffte Einzelmedaille blieb ihr leider verwehrt. Liv Konrad fuhr bei den Juniorinnen mit Platz 4 im Team ganz knapp an Edelmetall heran.
In Krakau starteten die beiden Sportlerinnen vom WSC Bayer Dormagen am Dienstag letzter Woche mit den Teamwettkämpfen erfolgreich in die WM. Nachdem das an Eins gesetzte U23-Team aus der Slowakei als letzter Starter einen Fünfziger kassierte, hatte für das Team Anna Faber, Selina Jones und Stella Mehlhorn das Bangen ein Ende. Überglücklich lagen sie sich im Angesicht des dritten Platzes in den Armen und feierten ihre Bronzemedaille. Auch Liv Konrad lag nach hervorragendem Lauf mit ihren Teamkameradinnen, Emily Apel und Ann-Kathrin Plochmann, in aussichtsreicher Position, doch leider schoben sich bei den Juniorinnen die Tschechinnen noch an ihnen vorbei, sodass sie leider nicht mit der verdienten Medaille belohnt wurden.
An den folgenden beiden Tagen ging es dann in die Qualifikationsrunden. Hier gelang Faber mit Platz 10 der direkte Einzug ins Halbfinale der besten 30 U23-Kajakfahrerinnen. Auch Konrad schaffte die direkte Qualifikation bei ihrer ersten WM mit einem überzeugenden Lauf, der ihr Rang 14 einbrachte.
Am Freitag sollte dann für beide die Entscheidung fallen. Zuerst ging Faber ins Halbfinale. Beherzt nahm sie die ersten Tore, verlor aber in Tor 6 an der Walze kostbare Zeit. Davon ließ sie sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen und nahm den Kampf in gekonnter Manier wieder auf. Doch eine Torstabberührung an 13 warf sie erneut zurück, sodass sie den Zeitverlust nicht mehr aufholen konnte und am Ende auf Platz 12 landet, 1,4 Sekunden vom Einzug ins Finale entfernt. „Ich bin sehr enttäuscht, dass ich nicht um die Medaillen mitkämpfen konnte und mein Ziel verfehlt habe. Ich hatte viel dafür getan, besser abzuschneiden. Ich weiß aber auch, dass in unserem Sport jeder Wettkampf wieder anders aussieht und hoffe, nochmal die Chance zu bekommen, international eine Medaille zu holen“, äußerte sich Faber selbstkritisch. Der nächste internationale Höhepunkt wird mit dem Weltcup in Prag nicht lange auf sich warten lassen.
Konrad überzeugte erneut im Halbfinale mit hervorragender Fahrtzeit, doch zwei Torstabberührungen verhinderten die Finalteilnahme. „Die Zweier sind zwar schade, insgesamt bin ich aber total zufrieden. Die lange Trainings- und Vorbereitungszeit auch mit dem Team haben mich ein ganzes Stück weiter gebracht und ich hoffe mich auch im nächsten Jahr wieder zu qualifizieren“, kommentiert Konrad ihr Ergebnis. Zum Abschluss der Paddelsaison werden sie sich in heimischen Gewässern nochmal in Hohenlimburg treffen, denn dort finden Mitte September auf der Lenne die Deutschen Meisterschaften statt.
Geschrieben von E. Faber