23 Juli 2014 Bei den Deutschen Meisterschaften im Kanuslalom gewann Malte Horn vom WSC Bayer Dormagen in der Jugendklasse die Bronzemedaille, Anna Faber erreichte in den beiden Mannschaftsrennen der Junioren- und Leistungsklasse den zweiten Platz.
Auf dem Eiskanal von Augsburg sah es für Malte Horn zunächst danach aus, dass er auf dem undankbaren vierten Platz landen würde. Sowohl nach den beiden Qualifikationsrennen als auch nach dem Halbfinale lag er hinter den Medaillenrängen auf Platz vier.
Doch die Entscheidung fällt bekanntlich im Finale. Hier unter den besten zehn Fahrern konnte er alle Kräfte mobilisieren, fuhr mit drei Torberührungen zwar nicht fehlerfrei, doch Fehler machten seine Konkurrenten auf dem schwierig gehängten Parcours auch. So schob er sich vor seinen Mitstreiter Gregor Kreul aus Schwerte und konnte sich am Ende über die gewonnene Bronzemedaille als bester Fahrer aus NRW freuen.
Dass im Kanuslalom ein kurzer Moment über Sieg oder Niederlage entscheiden kann, zeigte sich bei Anna Faber. Die frisch gebackene Junioreneuropameisterin war in der Qualifikation in ihrem Kajak gut unterwegs und führte sie nach beiden Läufen an. Damit sammelte sie entscheidende Punkte für den Nachwuchscup, der Juniorenrangliste, in der sie nun deutlich vorne liegt. Mit dem dritten Platz im Halbfinale schaffte sie sich eine gute Ausgangslage für den Finallauf der Top Ten. Hier wurde ihr dann die Bogenbrücke, der steilste Abfall des Olympiakanals, zum Verhängnis und sie kippte. Trotz einer schnellen Eskimorolle tauchte sie im wuchtigen Wasser erst neben Tor 7 wieder auf, was ihr 50 Strafsekunden einbrachte. Dadurch büßte sie einen der vorderen Plätze ein und landete auf Rang neun.
Erfolgreicher lief es dann in den Mannschaftswettkämpfen. Bei den Juniorinnen wurde sie Vizemeisterin mit der Duisburgerin Janina Mannschott und der Kölnerin Johanna Völlings. Nur die Lokalmatadorinnen von Schwaben Augsburg waren noch schneller. In der Leistungsklasse startete Faber ebenfalls in einer Renngemeinschaft aus NRW mit der Olympiateilnehmerin Jasmin Schornberg vom Kanuring Hamm und Katja Frauenrath vom KCZ Köln. Nachdem sie im letzten Jahr gemeinsam den Titel geholt hatten, wurde es diesmal Silber hinter der starken Renngemeinschaft aus Rheinlandpfalz mit der amtierenden Europameisterin Ricarda Funk.
Tobias Horn, der im letzten Jahr in Augsburg im Kanadier Deutscher Juniorenmeister geworden war, musste diesmal in der Leistungsklasse antreten und sah sich naturgemäß starker Konkurrenz ausgesetzt. Mit Platz 17 gelang ihm jedoch der Einzug ins Halbfinale der besten 19. Doch auch ihm unterlief dort ein Fahrfehler, sodass ihm 50 Strafsekunden angerechnet wurde, die die Finalteilnahme verhinderten. Marie Gottowick startete bei der weiblichen Jugend im Kajak zum allerersten Mal auf dem Eiskanal und kämpfte sich beherzt und unerschrocken auf Platz 29.
Geschrieben von E. Faber