29 Juni 2015 Bei den Jugend- und Juniorenmeisterschaften in Hagen/Hohenlimburg konnten die Sportlerinnen und Sportler vom WSC–Bayer-Dormagen tolle Erfolge verzeichnen. Spitzenleistungen zeigte einmal mehr Malte Horn im Kanadier-Einer.
Nachdem er am Samstag die Qualifikationsrunde als Zweiter abgeschlossen hatte, startete er gemeinsam mit Sören Loos vom KC Hilden und Gregor Kreul vom KVS Schwerte für NRW im Mannschaftswettbewerb. Gegen die starken Teams aus Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt zeigten die Drei eine geschlossene Mannschaftsleistung mit hohem technischem Können und deklassierten die Konkurrenz mit einem Vorsprung von 10 Sekunden. Damit schrieben sie sich als erste Deutsche Meister in die Chronik des neuen Wildwasserparks auf der Lenne ein. Pünktlich zu den Meisterschaften war der Umbau der Slalomstrecke fertig geworden mit mehr Gefälle und Schikanen, die auch internationalen Standards genügen.
Am Sonntag wurde es dann nochmal spannend. Es hieß im Halbfinale unter die ersten Acht zu fahren um einen der begehrten Plätze im Finale zu erstreiten. Das gelang Malte ohne Schwierigkeiten. Als Fünfter gesellte er sich zur Spitzengruppe. Nun musste er nochmal alle Kraft und Konzentration bündeln, um ganz vorne mit dabei zu sein. Mit einer nahezu perfekten Vorstellung und einem Hauch von einer Torberührung lag er nach seinem Zieleinlauf zunächst auf dem ersten Platz. Am Ende entschieden noch nicht einmal 50 hundertstel Sekunden über die Medaillenränge. 25 Hundertstel trennten Malte vom zweitplatzierten Sören Loos, und der wiederum lag nur 22 Hundertstel Sekunden hinter dem Ersten, dem amtierenden Juniorenweltmeister Florian Breuer aus Augsburg. Alle drei Athleten haben damit gezeigt, dass sie Deutschland bei den kommenden Europameisterschaften, die im August in Krakau stattfinden, zu recht vertreten.
Die Finalteilnahme gelang auch Katharina Bolten im Kanadier Einer bei der weiblichen Jugend. Sie zeigte von Rennen zu Rennen eine deutliche Steigerung. Auf Platz 13 liegend hatte sie sich gemeinsam mit ihrer Vereinskollegin Laura Baikowski (14.) für das Halbfinale qualifiziert. Als Neunte zog sie in den Endlauf der Top Ten ein. Laura war mit Platz zwölf nur knapp gescheitert. Im Finale verbesserte sich Katharina um grandiose 14 Sekunden und erkämpfte einen guten achten Platz. Beim Teamwettbewerb wurden sie mit Julia Geheb aus Hilden Fünfte.
Im großen Starterfeld der Kajakfahrer konnte ich sich Maximilian Claus ebenfalls über den Einzug ins Halbfinale freuen, wo er einen guten 35. Platz belegte.
Liv Konrad, Deutsche Vizemeisterin bei den Schülerinnen, durfte aufgrund ihrer Klasseleistung auch in der Jugend starten. Hier verpasste sie um eine Platzierung nur ganz knapp das Halbfinale und wurde Neunundzwanzigste, für sie als eine der Jüngsten im Teilnehmerfeld eine ansprechende Leistung. Marie Gottowick hatte in beiden Läufen Pech und kassierte jeweils 50 Strafsekunden für ein falsch befahrenes Tor. Damit landete sie auf Rang vierzig. Mit Franziska Peter im WSC-Team erkämpften sich beide noch einen zwölften Platz im Mannschaftswettbewerb der weiblichen Juniorinnen. In zwei weiteren NRW-Teams wurde Katharina Peter Dreiundzwanzigste und Maximilian Clauß Fünfundzwanzigster. Insgesamt waren Sportwart Theo Nüsing und die Trainer Johannes Lienemann und Jeffrey Piontek hoch zufrieden mit den Leistungen ihrer Sportlerinnen und Sportler.
Geschrieben von R. Münchow