Anna Faber und Malte Horn überzeugten bei der Europameisterschaft im Kanuslalom

31 August 2015  Anna Faber und Malten Horn vom WSC Bayer Dormagen zeigten bei den Europameisterschaften der Junioren und U23 in Polen eine überzeugende Leistung.

Über eine Bronzemedaille im Teamwettkampf konnte sich Malte Horn bei den Junioren freuen. Gemeinsam mit dem Hildener Sören Loos und dem Augsburger  Florian Breuer erkämpfte er in der Deutschen Kanadier-Einer-Mannschaft einen hervorragenden dritten Platz hinter Frankreich und Polen.

In der Einzelwertung hatte Malte am Donnerstag, dem ersten Wettkampftag, das Halbfinale nur knapp verfehlt. Nach dem ersten Qualifikationslauf musste er auf Platz 19 liegend in den zweiten Lauf gehen, denn nur 15 Starter qualifizieren sich direkt für das Halbfinale. Im zweiten Durchgang fehlten ihm gerade mal 70 Hundertstel, um mit den besten 5 weiter zu kommen. In der Endabrechnung ergab sich dann ein 22. Platz. Malte, der zum ersten Mal bei einem internationalen Rennen starten durfte, zeigte seinen sportlichen Kämpfergeist: „Ich freu mich auf das Mannschaftsrennen, da kann ich nochmal alles zeigen“, und das tat er und fuhr mit seinem Team in einer geschlossenen Mannschaftsleistung in die Medaillenränge. Denkbar knapp war die Entscheidung, denn die drei siegreichen Teams trennten nicht einmal eine halbe Sekunde von einander.

Anna Faber war am Freitag fulminant in ihren Wettkampf eingestiegen. Mit einem fehlerfreien Lauf katapultierte sie sich im ersten Durchgang gleich auf den vierten Platz und machte damit alles klar fürs Halbfinale. Das fand für die U23-Damen am letzten Wettkampftag, am Sonntag statt. Unter brennend heißer Sonne stürzten sich die Damen hochmotiviert in die kühlen Fluten der Weichsel. Vor den Toren des wunderschönen historischen und jung pulsierenden Krakau liegt das polnische Leistungszentrum der Kanuten mit einer der modernsten europäischen Wildwasseranlage. Auf einem flüssig gesteckten Kurs tanzten die Kanutinnen athletisch über Abfälle und Walzen durch 19 Tore bis zum Ziel. Anna,  letztjährige Junioreneuropameisterin, erkämpfte sich mit Rang 9 den Einzug ins Finale der Top Ten. Hier gilt es nochmal alles zu geben und zu riskieren. Eine Torberührung und eine Kurskorrektur kurz vor dem Ziel ließen den Traum von einer Medaille zerplatzen. Stolz und zufrieden mit Platz 7 als beste Deutsche steckte Anna aber schon ihre Perspektiven für die Zukunft ab: „Ich habe gesehen, dass ich auch bei den U23-Damen vorne mitmischen kann. Das motiviert mich für die nächsten Ziele.“

Nachzutragen wäre noch ein sechster Platz im Team mit Carolin Trompeter von der SG Hanau und Rebekka Jüttner vom Leipziger Kanuklub.

Geschrieben von E. Faber

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