Faber und Horn machen es spannend

13 April 2016  Nach dem Wochenende in Augsburg, an dem zwei von vier Wettkämpfen zur Olympia- und WM-Qualifikation stattfanden, liegen Anna Faber und Malte Horn vom WSC Bayer Dormagen noch gut im Rennen um die begehrten ersten drei Plätze.

Die 20-jährige Anna Faber – Junioreneuropameisterin 2014 –hat nach langer Krankheitspause im Winter die erneute Qualifikation für die U23-Nationalmannschaft im Focus. Diesem Ziel ist sie auf dem Eiskanal am Hochablass des Lechs ein ganzes Stück näher gekommen.

Besonders am ersten Tag lief es richtig gut. Im Halbfinale der Leistungsklasse fuhr sie auf Platz acht und damit ins Finale der Top Eight. Hier gelang ihr mit einer nochmals verbesserten Zeit der sechste Platz, eine gute Ausgangslage für die nächsten Wettkämpfe. Ganz so erfolgreich lief es am zweiten Tag dann leider nicht. War schon am Samstag der Kurs sehr anspruchsvoll, einer Olympiaquali angemessen gehängt, so entpuppte sich der Parcours von Sonntag als echter Favoritenkiller. Im schweren Wasser mit vielen technischen Herausforderungen vom ersten bis zum letzten Tor hatten besonders viele weibliche Starter zu kämpfen und auch die amtierende Vizeweltmeisterin Ricarda Funk konnte nicht ihre gewohnt souveräne Leistung abrufen und wurde Dritte. Wie vielen anderen wurde auch Anna Tor 22, das tückisch genau in der Torpedowalze kurz vorm Ziel hing, zum Verhängnis. Sie musste ihren Kurs regulieren, verlor dabei kostbare Zeit und verpasste mit Rang 11 den Endlauf. Da ihren ärgsten Konkurrentinnen aber Ähnliches widerfuhr, liegt sie nach 2 Wettkämpfen als dritte Sportlerin unter 23 Jahren noch ganz im Bereich ihrer sportlichen Ziele.

Auch für Malte Horn ging es in seinem letzten Juniorenjahr gleich prima los. Mit einem dritten Platz im Halbfinale schob er sich sicher unter die besten Acht ins Finale. Hier verbesserte er seine Fahrtzeit um sechs Sekunden und fuhr ganz nach seinem Geschmack einen hervorragenden zweiten Platz heraus. Aber auch für Malte stand der zweite Wettkampftag ähnlich wie für Anna unter keinem guten Stern. Schon am ersten Tor, das es in sich hatte, fiel die Entscheidung. Malte durchfuhr es so knapp, dass die Torrichter entschieden: „Der Kopf war nicht komplett im Tor, also 50 Strafsekunden!“ Seine sportliche Klasse zeigt er danach dennoch. Er fuhr das restliche Rennen so konzentriert und perfekt, dass er ohne den 50er deutlich auf Platz 1 gelandet wäre und mit letztendlich Rang 9 beinahe noch die Finalteilnahme geschafft hätte. So müssen beide, Horn und Faber, am kommenden Wochenende in Markkleeberg nochmal zeigen, was sie drauf haben, damit sie im Sommer unter anderem nach Krakau zur WM fahren dürfen.

Für die weiteren Starter aus Dormagen, Anna-Katherina Bolten, Laura Baikowski und Tobias Horn war eine Qualifizierung für eine Nationalmannschaft zweitrangig. Anna-Katherina und Laura nahmen zum ersten Mal an einem so großen und anspruchsvollen Rennen teil und belegten bei den Juniorinnen im technisch schwierigen Kanadier am ersten Tag die Plätze 13 und 16 und am Sonntag 12 und 14. Tobias Horn war mit seinem 12. Platz in der Kanadier-Leistungsklasse sehr zufrieden, am Sonntag wurde er Sechzehnter.

Geschrieben von E. Faber

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