17 September 2018 Bei den Deutschen Kanuslalom-Meisterschaften nahe Leipzig glänzte der WSC Bayer Dormagen mit Frauenpower. Liv Konrad konnte sich mit einem ganz starken Finallauf gegen alle Konkurrentinnen der weiblichen Jugend durchsetzen und holte ihren ersten Meistertitel. Anna Faber rundete ihre erfolgreiche Saison mit der Bronzemedaille in der Leistungsklasse ab.
Nach Startschwierigkeiten im ersten Qualifikationslauf der weiblichen Jugend am Freitag sicherte sich Liv mit einem souveränen ersten Platz im zweiten Durchgang den Einzug ins Halbfinale. Von dieser guten Leistung getragen zeigte sie im Rennen der besten Dreißig einen konzentrierten, kraftvollen Lauf, der sie auf den zweiten Platz katapultierte und die Finalteilnahme bedeutete. In umgekehrter Startreihenfolge der Top Ten ging sie als vorletzte unter den Augen zahlreicher Zuschauer, der Bundestrainer und ihrer mitfiebernden Vereinsmitglieder ins Rennen. Beflügelt von ihrer Leistungsstärke und den Anfeuerungsrufen ihrer Fans meisterte sie den anspruchsvoll gehängten Parcours im Kanupark Markkleeberg bravourös.
Um sage und schreibe 6 Sekunden konnte sie ihre gute Leistung aus dem Halbfinale nochmal toppen. An diese Zeit kam keine Konkurrentin annähernd heran. Mit 5 Sekunden Vorsprung holte sie sich überglücklich die Goldmedaille und verwies somit Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg) und Anne Mia Eglin (KCE Elswelle Waldkirch) auf die Plätze zwei und drei. „Das freut mich ganz besonders für Liv, die heut ihre Leistung abrufen und endlich zeigen konnte, was in ihr steckt,“ schwärmte ihr stolzer Vereinstrainer Rolf Pohlen.
Für Anna hat sich mit der Bronzemedaille der Wunsch nach Edelmetall in der Leistungsklasse erfüllt. Auch sie steigerte sich im Wettkampf von Tag zu Tag. Nach Platz sechs im Qualifikationsrennen und Rang vier im Halbfinale musste sie im Finale noch einen drauflegen. Elena Apel von Kanu Schwaben Augsburg legte als zweite Starterin aber schon einen nahezu perfekten Lauf vor. Anna ging powervoll ins Rennen, leistete sich keine Torberührung und verbesserte sich um vier Sekunden. Damit konnte sie Apel, die letztendlich Deutsche Meisterin wurde, aber nicht schlagen. Auf dem zweiten Platz liegend musste Anna nun noch die nachfolgenden Starterinnen abwarten. Der Ausgang des Wettkampfes gestaltete sich besonders spannend. Am Ende konnte sich nur die ehemalige Weltmeisterin Jasmin Schornberg vom Kanuring Hamm noch ganz knapp vor die Sportlerin vom WSC schieben und für sich die Silbermedaille sichern. „Nach einem Fahrfehler an Tor Elf wusste ich, dass es knapp werden würde für eine Chance auf eine Medaille. Dass es am Ende zu Bronze und damit zur meiner ersten LK-Medaille gereicht hat, macht mich glücklich und zufrieden“, resümiert Anna ihr Rennen.
Ins Finale fuhr im Kanadier Zweiter auch das Mixed-Team Marie Gottowick und Jeffrey Piontek und erkämpfte hier den 6. Platz. Die Damenmannschaft mit Faber, Gottowick und Peter belegte Platz sieben.
Weitere Ergebnisse: Maximilian Clauß (Herren K1) 41. – Marie Gottowick (Damen K1) 28. – Franziska Peter (weibl. Jugend K1) 27. – Martin Hannen (männl. Jugend K1) 43.